Traditionelle Chinesische Medizin

 

Erfahrung

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist eine „Erfahrungsmedizin“, die auf eine mehr als dreitausendjährige Geschichte zurückblicken kann. Ihre therapeutischeWirksamkeit begründet sich – anders als in der westlichen Medizin – nicht durch die Naturwissenschaften, sondern basiert auf eigenen Gesetzmäßigkeiten, die durch umfangreiche Beobachtungen am Menschen gewonnen wurden und auch weiter gewonnen werden. Ihre philosophischen Wurzeln liegen im Konfuzianismus und Taoismus. Eine besondere Bedeutung hat dabei das Prinzip von Yin und Yang, den sich ergänzenden Gegensatzpaaren, denen jeweils bestimmte Organe zugeordnet sind. Befinden sich Yin und Yang in Harmonie, kann die Lebensenergie Qi ungehindert fließen.

Gleichgewicht

Charakteristisch für die chinesische Medizin ist ihre ganzheitliche Sichtweise, die das psychosoziale Umfeld des Patienten mit einbezieht. Organe werden in ihrer Funktion nicht isoliert betrachtet, sondern stehen für funktionale Organsysteme, die durch Energiebahnen miteinander verbunden sind. Danach wir der Mensch als gesund bezeichnet, wenn sich seine Energie in Harmonie und Gleichgewicht befindet. Krankheiten entstehen, wenn dieses Gleichgewicht durch negative Einflüsse gestört wird. TCM hat deshalb ihre Stärke vor allem in den Bereichen der psychosomatischen Erkrankungen, der Zivilisationskrankheiten, bei psychovegetativer Dysregulation und bei chronischen Erkrankungen, vor denen die westliche Medizin oft völlig ratlos steht. TCM ist also keine Konkurrenz für die so genannte Schulmedizin, sondern bietet hervorragende Ergänzung.

Therapie

Mit knapp 80% ist die Pharmakologie – neben Akupunktur und Tuina-Massagen – die führende Therapieform der Traditionellen Chinesischen Medizin. Eine wichtige Rolle spielen auch Diätetik, Qi gong (Meditation) und Tai ji (Gymnastik). Die Pflanzenheilkunde macht die Mehrzahl aller therapeutischen Anwendungen aus, Mineralien und tierische Arzneien werden eher seltener eingesetzt. Beim Import der Produkte wird selbstverständlich der Artenschutz streng berücksichtigt. Hat der Arzt oder der Heilpraktiker seine Diagnose gestellt, werden individuell zusammengestellte Kräutermischungen verabreicht. In der Regel besteht eine Mischung aus vier bis zwölf Substanzen, von denen ein Aufguss gekocht wird.

Beratung

Die Kräuter der TCM enthalten medizinisch wirkende Substanzen, für deren Anwendung immer zunächst der Arzt oder Heilpraktiker konsultiert werden sollte. Es sind keine „harmlosen Pflanzen“, die in beliebiger Menge über einen beliebigen Zeitraum eingenommen werden dürfen. Hat der Verordner Ihnen keine genauen Angaben gemacht, wie Ihr chinesischer Arzneitee zubereitet wird, so können Sie sich auch in den Apotheken der Arbeitsgemeinschaft Deutscher TCM-Apotheken beraten lassen. In dieser Arbeitsgemeinschaft sind zurzeit rund 65 deutsche Apotheken zusammen geschlossen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, eine qualitativ hochwertige Versorgung der Patienten mit Arzneikräutern der TCM und damit einen optimalen Arzneimittel Sicherheitsstandard zu gewährleisten.


Die deutschen TCM-Apotheken stehen für erstklassige Produktqualität der verwendeten Ingredienzen und die sorgfältige Ausführung und Überwachung der Rezepturen. Es finden nur Arzneipflanzen von Lieferanten Verwendung, die die Qualität und die Herkunft ihrer Produkte mit einem behördlich anerkannten Zertifikat belegen können. Da heute fast alle Lieferanten Qualitätszertifikate beibringen, bedarf es des pharmazeutischen Sachverstandes des Apothekers, um zu beurteilen, ob diese auch die entscheidenden Prüfparameter erfüllen. Werden die Arzneien bei einer Apotheke der Arbeitsgemeinschaft Deutscher TCM-Apotheken gekauft oder bestellt, können Sie sicher sein, stets einwandfreie Zutaten zu erhalten.